Ein großes Fest für die ganze Familie

 

2000 Besucher im Park des Jugendgästehauses in Urft – Die WDR-Maus, Käpt’n Blaubär und Uwe Reetz erfreuten die Kids – Willi Greuel: „Ein wunderschöner Tag“ – Greifvögel und viel Musik – Tombola mit tollen Preisen

Kall-Urft – Dieses Mal hatte der Wettergott Einsehen mit den Veranstaltern des zweiten Familienfestes im Park des Jugendgästehauses in Urft. Hatte das Fest im vergangenen Jahr infolge heftiger Regengüsse ein jähes Ende gefunden, so lachte in diesem Jahr die Sonne. Somit gab es auch zufriedene Gesichter bei der Hilfsgruppe Eifel und der Leitung des Jugendgästehauses, die das Fest gemeinsam organisiert hatten. „Es war ein wunderschöner Tag“, resümierten am Abend Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel und Gästehaus-Leiter Jürgen Augsten. Wochenlang hatte ein gemeinsames Veranstalter-Team nicht nur die erste Eifeler Oldienacht am Freitagabend, sondern auch gleichzeitig das große Familienfest am Sonntag zugunsten der Hilfsgruppe Eifel in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung vorbereitet. Die Feuerwehr, das DRK und das THW halfen bei der Vorbereitung und Durchführung der Benefiz-Veranstaltung.

Das Fest begann für die Kinder mit der Begegnung der bekannten WDR-Maus, mit Käpt’n Blaubär und dem Kinderliedersänger Uwe Reetz, der die Kids schnell auf Betriebstemperatur gebracht hatte. Dabei durfte die obligatorische Polonaise mit den Kindern nicht fehlen.

Schätzungsweise 2000 Besucher tummelten sich zwei

Tage nach der großen Oldienacht auf dem großen Festgelände, wo zahlreiche Spielstände aufgebaut waren, die auch Süßes und jede Menge Gummibärchen für die Kids parat hatten. Die kleinen Festbesucher  konnten sich auf einer Hüpfburg austoben oder auf zwei Karussells ihre Runden drehen. An gleich zwei Ständen konnten sie sich die Gesichter bunt bemalen lassen.  Viel Spaß gab es beim Torwandschießen, beim Pömpelwerfen oder beim Turmbauen am Stand von „Karlo Klötzchen“, wo die Kids aus tausenden kleinen Holzklötzchen große Türme bauten. Der Nationalpark-Förderverein war ebenso mit einem Infostand vertreten wie auch die Kreissparkasse und der Eishockey-Fanclub „Kallbachhaie“, wo Besucher versuchen konnten, mit dem Hockeyschlägen einen Puck ins Tor zu befördern. Bei einem Schätzspiel, bei dem die Besucher den Geldbetrag in einem großen Glas schätzen mussten, gab es tolle Preise zu gewinnen. Im Innenhof des Gästehauses hatte Karwan Mohamed aus Euskirchen einen Friseurstand aufgebaut, wo sich Besucher gegen eine Spende für die Hilfsgruppe die Haare schneiden lassen konnten. Viele nutzten diesen ganz besonderen Service. Der Besuch zum Familienfest war frei, allerdings wurde an der Kasse um ein freiwilliges Eintrittsgeld gebeten. Wer diesem Wunsch nachkam wurde mit einem Los für eine große Tombola belohnt. Dabei gab es als Hauptpreis einen Reisegutschein im Wert von 800 Euro zu gewinnen. Weitere wertvolle Preise waren – vom Hauptsponsor, dem Kaller Rewe-Center, gestiftet – eine Waschmaschine, ein Kühlschrank und ein großer Flachbildfernseher. Es gab außerdem mehrere Bollerwagen und viele andere Preise zu gewinnen. Die Gewinner wurden im Stundentakt gezogen.

Großes Interesse fand eine Flugschau der Greifvogelstation des Hellenthaler Wildfreigeheges. Flink sausten die Greife über die Köpfe der Besucher hinweg. Von den Falknern des Wildgeheges erfuhren die Gäste Erstaunliches über die pfeilschnellen Vögel. „Lebensfreude pur“ demonstrierten zwei kurdische Folkloregruppen aus Euskirchen und Köln, die in bunten Trachten zu lauten Trommelschlägen tanzten.

Zackig ging es zu, als die Dreiborner Schotten „Drums & Pipes“  in den Park einmarschierten um ein halbstündiges Konzert der besonderen Art zu spielen. Mucksmäuschenstill wurde es, als Emely, ein singender Schützling der Hilfsgruppe, mit ihrer Freundin Tatjana die Bühne eroberte und das Lied „Die perfekte Familie“  vortrug. Zum Lohn gab es von Willi Greuel eine Zehnerkarte für das Kaller Spielparadies „aktivi“.

Bevor die bekannte Band „RoxxBusters“  den Park rockten und das ältere Semester zum Tanz auf der grünen Wiese animierten, erinnerten die James Brass Band an den legendären Musiker und Bandleader James Last.

Zuvor hatten die als „Eifel-Musikvereine“ zusammengeschlossenen Musikvereine Heimatecho  Pesch, Zingsheimer Blasmusikanten und Harmonie Reifferscheid aufgespielt. Dirigent Hermann Josef Kesternich nutzte den Auftritt zu einem Appell an die Eltern ihre Kinder in die Musikschulen zu schicken. Die Musikvereine hätten große Nachwuchsprobleme, so dass die Kultur der musizierenden Vereine auszusterben drohe.

Nach den großen Erfolgen der ersten Eifeler Oldienacht und des Familienfestes sollen diese beiden Veranstaltungen ihre Fortsetzung finden. Wie Willi Greuel und Jürgens Augsten bekannt gaben, findet die zweite Eifeler Oldienacht nächstes am Freitag, 28. Juni, und das Familienfest zwei Tage später am Sonntag, 30. Juni statt.    (Reiner Züll)