Der WDR lobte die Arbeit der Hilfsgruppe

Die Hilfsgruppe Eifel hielt beim ersten Monatstreffen im neuen Jahr Rückschau auf eine Spendenflut – Das Schicksal von Max bewegt die Menschen im Kreis Euskirchen – Ein Team des WDR zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Kaller Kinderkrebshilfe – Vorsitzender Willi Greuel live im TV-Interview (Bild oben) mit der Lokalzeit-Moderatorin Jessica Bloem – „Von dem Eifeler bekommst du alles, wenn er weiß wofür es ist“ – Seit der Gründung vor 26 Jahren eine Spendenbilanz von fast 6,7 Millionen Euro

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Kall/Roggendorf – Beim ersten Monatstreff der Hilfsgruppe Eifel im neuen Jahr gaben sich im Restaurant Zagreb in Roggendorf die Überbringer von Geldspenden gegenseitig die Türklinke in die Hand. Auch das Lokalzeit-Studio des WDR-Fernsehens aus Aachen hatte ein Team nach Roggendorf entsandt, um über die nunmehr 27jährige Arbeit der Hilfsgruppe zu berichten. In einem zweistündigen Vorgespräch berichteten Willi Greuel, dessen Ehefrau Kathi und Pressesprecher Reiner Züll dem TV-Team von den Anfängen der Hilfsgruppe, den Ferienaufenthalten von 1200 Tschernobyl-Kindern in der Zeit von 1991 bis 1996 in Bleibuir und Urft sowie der ersten Typisierungsaktion 1992 für das leukämiekranke Tschernobyl-Kind Alonka.

Der WRD berichtete über die Hilfsgruppe Eifel und kam zum Monats-Stammtisch ins Restaurant Zagreb in Roggendorf, wo Bilanz gezogen und mehrere Spenden übergeben wurden. Foto: Reiner Züll

Der WRD berichtete über die Hilfsgruppe Eifel und kam zum Monats-Stammtisch ins Restaurant Zagreb in Roggendorf, wo Bilanz gezogen und mehrere Spenden übergeben wurden. Foto: Reiner Züll

Im Beisein des WDR-Teams konnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel anschließend seiner Mannschaft beim Stammtisch eine stolze Bilanz des letzten Jahres vortragen, das einen Tag vor Heiligabend mit der großen Typisierungsaktion für den jungen Familienvater Max aus dem Stadtgebiet von Bad Münstereifel zu Ende gegangen war.

Nachdem er in der Maske gepudert und geschminkt worden war, trat Willi Greuel mit Moderatorin Jessica Bloem vor die Kameras. Foto: Reiner Züll

Nachdem er in der Maske gepudert und geschminkt worden war, trat Willi Greuel mit TV-Moderatorin Jessica Bloem vor die Kameras. Foto: Reiner Züll

Willi Greuel hielt einen Rückblick auf die Typisierungsaktion, bei der sich im Mechernicher Gymnasium am Turmhof 1566 Menschen einem Speicheltest unterzogen hatten um einen Stammzellenspender für den an Leukämie erkrankten Max zu finden. „Ein tolles Ergebnis“, resümierte Willi Greuel. Jetzt heiße es „Daumen drücken“, damit en Spender gefunden werde. Die DKMS habe sich bei der Hilfsgruppe für die tolle Organisation der Speicheltest-Aktion bedankt.

Wie der Vorsitzende der Kaller Kinderkrebshilfe berichtete, hat das Schicksal des jungen Familienvaters und die von der Hilfsgruppe initiierte Typisierungsaktion bei den Menschen in der Eifel ein große Spendenbereitschaft ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit seien die rund 55.000 Euro, die die Hilfsgruppe für die 1566 Typisierungen durch die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS)  aufbringen musste, durch Spenden gedeckt geworden. Allein am Tag der Typisierung habe die Hilfsgruppe Spenden von rund 12.000 Euro bekommen. Viele Menschen hätten die Speicheltest-Kosten von 35 Euro durch eine Spende selbst bezahlt, andere hätten gespendet weil sie für eine Typisierung schon zu alt sind, berichtete Willi Greuel.

Die Spenden-Bilanz, die Willi Greuel im Beisein des Fernseh-Teams vortrug, versetzten die WRD-Redakteurin Donana Jertz und Kameramann Wolfgang Gudisch in Staunen. Seit ihrer Gründung von knapp 27 Jahren habe die Hilfsgruppe 6,69 Millionen Euro Spendergelder von der Eifeler Bevölkerung be

kommen. Ausgaben von rund 260.000 Euro hätten im vergangenen Jahr Spenden von rund 350.000 Euro entgegengestanden. Allein im Dezember, dem Monat der Typisierungsaktion für Max, seien es rund 110.000 Euro gewesen.

Die Frage „Wie schafft ihr sowas?“ von Redakteurin Donana beantwortete Willi Greuel kurz und bündig: „Sie bekommen von dem Eifeler alles, wenn er weiß, wofür es ist“. Die Hilfsgruppe genieße ein großes Vertrauen bei der Eifeler Bevölkerung. Davon zeuge auch der „unbekannte Engel“, der jedes Jahr zu Weihnachten heimlich einen Spenden-Umschlag mit 400 Euro in seinen Briefkasten werfe.

Moderatorin Jessica Bloem war nach dem Live-Interview mit Willi Greuel im Moderatorin Jessica Bloem war nach dem Live-Interview mit Willi Greuel im Aachener Studio voll des Lobes über die Arbeit der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll

Moderatorin Jessica Bloem war nach dem Live-Interview mit Willi Greuel im Aachener Studio voll des Lobes über die Arbeit der Hilfsgruppe. Foto: Reiner Züll

Im Scheinwerferlicht des WDR übergab der Florist Christoph Geschwind, Inhaber von zwei Blumengeschäften in Mechernich und Kall, einen Spendenbetrag von 1010 Euro. Geschwind hatte im Dezember wie schon im Jahr zuvor, Weihnachtsbäume zugunsten der Hilfsgruppe verkauft und den vierstelligen Betrag erzielt.  Wie Geschwind berichtete, hatte sein belgischer Lieferant einige Bäume für die Aktion gestiftet.

Mit einigen Frauen der Gruppe „Heilnetz-Eifel“ war dessen Sprecherin Martina Porschen beim Stammtisch erschienen um 620 Euro zu übergeben. Im Dezember hatte die Frauengruppe in Urfey eine Aktion „Tausch-Rausch“  gestartet, bei der Literatur gehen Spenden getauscht werden konnte. Man habe diese Aktion für die Hilfsgruppe organisiert, weil die in der Region ein „Mutmacher“ sei, so Martina Porschen.

540 Euro überbrachten Eva und Christina Wirtz von der Katholischen Frauengemeinschaft Nemmenich. Die hatte einen Adventsbasar veranstaltet und beschlossen, ein  Drittel des Erlöses für die Finanzierung der Typisierungsaktion für Max an die Hilfsgruppe zu spenden. Je ein Drittel seien auch an die Zülpicher Tafel und den örtlichen Kindergarten in Nemmenich gespendet worden, berichtete Eva Wirtz.

Das Weihnachtskonzert des Ü-50-Orchesters im Dezember in Hellenthal habe der Hilfsgruppe einen Erlös von 3900 Euro beschert, berichtete Willi Greuel ehe er die lange Liste der Spenden zum Jahreswechsel bekannt gab. Spenden von je 1500 Euro hatten das Ehepaar Manfred und Ursula Brüggemann sowie Günter Schnarr aus Euskirchen der Hilfsgruppe zukommen lassen, 1200 Euro überwies das Ingenieurbüro Winfried Meuser aus Kall-Sistig, je 1000 Euro spendeten die Kaller Tagespflege Care Theisma GmbH, die Stiftung der VR-Bank Nordeifel,

Der WRD berichtete über die Hilfsgruppe Eifel und kam zum Stammtisch nach Roggendorf, wo mehrere Spenden übergeben wurden. Tags darauf stand der Vorsitzende Willi Greuel im Aachener Studie der TV-Moderatorin Jessica Bloem Rede und Antwort. Foto: Reiner Züll

Der WRD berichtete über die Hilfsgruppe Eifel und kam zum Stammtisch nach Roggendorf, wo mehrere Spenden übergeben wurden. Tags darauf stand der Vorsitzende Willi Greuel im Aachener Studie der TV-Moderatorin Jessica Bloem Rede und Antwort. Foto: Reiner Züll

das Fliesenatelier Oliver Vagt aus Swisttal und der Oldtimer-Teile-Handel Rene Küpper aus Vlatten. Je 800 Euro überwiesen Mario Schramm aus Euskirchen und das AWO-Familienzentrum Mechernich-Zentrum, die DLRG Ortsgruppe Mechernich ließ der Hilfsgruppe 750 Euro zukommen. Weitere Spender waren Birgit Zimmermann aus Nettersheim mit 700 Euro und Frank Jansen aus Nettersheim mit 600 Euro. Je 500 Euro bekam die Hilfsgruppe von der Dorfgemeinschaft Lethert/Effelsberg, von Hildegard und Peter Bismor aus Bad Münstereifel, von Nikole und Norbert Wilden aus Kommern, von der Velser-Schwerlastlogistik aus Hostelund der Mertens Transport GmbH aus Schleiden.

Durch den Verkauf von Weihnachtsbäumen zugunsten der Hilfsgruppe kamen 1010 Euro zusammen, die Christoph Geschwind (rechts) an Hilfsgruppenmitglied Paul Schneider übergab. Foto: Reiner Züll

Durch den Verkauf von Weihnachtsbäumen kamen 1010 Euro zusammen, die Christoph Geschwind (rechts) an Hilfsgruppenmitglied Paul Schneider übergab. Foto: Reiner Züll

Unendlich lang war auch die Liste der Spender, die die Hilfsgruppe zum

Jahreswechsel mit Beträgen zwischen 300 und 100 Euro unterstützt haben. Darunter sind auch ungewöhnliche Aktionen wie zum Beispiel die von Mitgliedern der Musikkapelle Kall die sich am 3. Advent in Köln mit ihrem Kumpel Jan Griwenka als Straßenmusiker betätigt und 152,82 Euro für die Hilfsgruppe erspielt haben. Und auch die Firmlinge der GdG Hellenthal/Schleiden hatten sich im Dezember für die Kinderkrebshilfe engagiert und in Manscheid einen Filmnachmittag für Kinder veranstaltet und einen Erlös von 104,35 Euro gespendet.

Eine längere Tradition hat auch die Sockenaktion der treuen Spendern Helga Leinenbach aus Mechernich, die seit Jahren zugunsten der Hilfsgruppe Eifel Socken strickt und verkauft. 161 Euro konnte sie in diesem Jahr an Willi Greuels Gruppe überweisen.

Am Tag nach dem Besuch des WDR in Roggendorf folgte die Ausstrahlung des Hilfsgruppenbeitrages im Abendprogramm. Für ein Live-Interview während der Sendung war Willi Greuel eigens ins Studio nach Aachen gefahren. Nicht ohne Stolz berichtete er der Moderatorin Jessica Bloem vor laufender Kamera, dass aus den zwölf Typisierungsaktionen der Hilfsgruppe 338 Echtspender gefunden worden sind, die in 34 Ländern der Welt Leben gerettet haben.  (ReinerZüll)

www.kinderkrebshilfe-eifel.de