Besucher suchten den Schatten

Beim Familienfest im Park des Jugendgästehauses meinte es die Sonne zu gut mit der Hilfsgruppe – Die Kinder hatten trotz der Hitze großen Spaß – Das Kaller Rewe-Center hatte alle verfügbaren Schirme und Pavillons als Sonnenschutz nach Urft geschafft – Für Fußballfans gab es Karten für ein Spiel des 1. FC Köln zu gewinnen – Tolles Bühnenprogramm und Duschen aus dem Rasensprinkler

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Einen neuen Fan gewonnen: Applaus bekam die James Brass Band beim Familienfest der Hilfsgruppe von diesem kleinen Festbesucher. Foto: Reiner Züll

Einen neuen Fan gewonnen: Applaus bekam die James Brass Band beim Familienfest der Hilfsgruppe von diesem kleinen Festbesucher. Foto: Reiner Züll

Kall-Urft – „Da hat es der Wettergott zu gut mit uns gemeint“, stöhnte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel am Ende des dritten großen Familientages am Sonntag im Park des Jugendgästehauses Dalbenden in Urft. Zwei Tage nach der spektakulären Oldienacht mit der Kultband Creedence Clearwater Revived (CCR) wollte sich die Hilfsgruppe mit dem Familienfest bei der Eifeler Bevölkerung für die treue Unterstützung bedanken, aber das Wetter spielte nicht so ganz mit, denn die Sonne brannte erbarmungslos vom Himmel herunter. Trotzdem besuchten noch relativ viele Familien mit ihren Kindern das Dankeschön-Fest.

Marktmanager Rudi Hannes vom Kaller Rewe-Center hatte der Hilfsgruppe alle beim Markt verfügbaren Groß-Sonnenschirme und Pavillons zur Verfügung gestellt, die den Besuchern vor der Showbühne und den Akteuren an den zahlreichen Spielständen Schatten spendeten.

Das Kaller Rewe-Center hatte der Hilfsgruppe alle beim Markt verfügbaren Groß-Sonnenschirme und Pavillons zur Verfügung gestellt, die den Besuchern vor der Showbühne und den Akteuren an den zahlreichen Spielständen Schatten spendeten. Foto: Reiner Züll

Um die tapferen Besucher vor der angekündigten sengenden Hitze zu schützen, hatten die Hilfsgruppe und die Verantwortlichen des Jugendgästehausess für größtmöglichen Sonnenschutz gesorgt. Marktmanager Rudi Hannes vom Kaller Rewe-Center hatte der Hilfsgruppe alle beim Markt verfügbaren Groß-Sonnenschirme und Pavillons zur Verfügung gestellt, die den Besuchern vor der Showbühne und den Akteuren an den zahlreichen Spielständen Schatten spendeten. Das Jugendgästehaus hatte einen seiner Rasensprinkler in Gang gesetzt, an denen sich nicht nur die Kinder eine kalte Dusche nahmen.

Die Kinder erwarteten im Park eine große Spiellandschaft mit Dosenwerfen, Torwandschießen, zwei Hüpfburgen, einem Baustellenspiel, Obstständen, Kindertombola, Kinderschminken und vieles mehr. Glücksräder drehten sich am Info-Stand der Kreissparkasse und an einem Stand des Eifelparks Gondorf.

Viel Spaß hatten die Kids auch mit „Urmel“, dem Maskottchen der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft, der  WDR-Maus und natürlich mit Kinderliedersänger Uwe Reetz, der von den Kindern stets wie ein  Popstar gefeiert wird. Alle Kids kennen seine Lieder und die obligatorische Polonaise, die diesmal wegen der großen Hitze allerdings kurz gehalten wurde.

An fast allen Spielständen gab es für die Kinder kleine Geschenke. An der Torwand wurde jeder Treffer mit Schokolade belohnt. Damit die Schokolade bei der Hitze nicht schmolz, hatte Alfons Schneider eigens zum Kühlhalten der süßen Belohnung einen Kühlschrank neben der Torwand auf der Wiese platziert.

Eine besondere Attraktion war ein aus dem Jahr 1947 stammendes Spiegel-Hängekarussell. Das Karussell war von einem Mercedes-Oldtimer-LKW in einem historischen Kirmeswagen von Bocholt aus nach Urft gebracht worden. Weil das Gespann nur mit maximal 25 Km/h fahren darf, war die Schaustellerfamilie für die Fahrt nach Urft fast einen ganzen Tag lang unterwegs gewesen.

Mit dabei waren auch der Kaller Tierschutzverein mit einem Trödelstand und ein Team des Kommunalen Bildung – und Integrationszentrums des Kreises Euskirchen, das dem Festmoderator Julian Heldt über die Arbeit des Zentrums berichtete.

Auch die Erwachsenen fanden Unterhaltung. Die „Kallbachhaie“ waren mit einem Eishockey-Demo-Stand präsent, bei einer großen Tombola gab es unter anderen einen Reisegutschein über 750 Euro, einen Großbildfernseher und eine Waschmaschine als Hauptpreise zu gewinnen. Im Stundentakt wurden die Gewinne gezogen.

Am Rewe-Glücksmobil konnten die Festbesucher bei einem Schätzspiel 30 Eintrittskarten für ein Heimspiel des 1. FC Köln gewinnen. Auch dieser Gladbach-Fan versuchte sein Glück. Foto: Reiner Züll

Am Rewe-Glücksmobil konnten die Festbesucher bei einem Schätzspiel 30 Eintrittskarten für ein Heimspiel des 1. FC Köln gewinnen. Auch dieser Gladbach-Fan versuchte sein Glück. Foto: Reiner Züll

Fußballfans hatten am Rewe-Glücksmobil die Möglichkeit, bei einem Schätzspiel Eintrittskarten für ein Heimspiel des 1. FG Köln zu gewinnen. Es galt die Anzahl der kleinen Bälle zu schätzen, die sich in einem runden Gasbehälter befanden. 15 Festbesucher hatten das Glück, je zwei der begehrten Eintrittskarten gewonnen zu haben. Für Kinder hatte das Rewe-Team eine aufblasbare Torwand mit nach Urft gebracht.

Die Musikkapelle Kall ist immer zur Stelle, wwenn die Hilfsgruppe Eifel sie ruft. Foto: Reiner Züll

Die Musikkapelle Kall ist immer zur Stelle, wenn die Hilfsgruppe Eifel sie ruft. Beim Familienfest eröffnete sie das Bühnenprogramm miit einem einstündigen Konzert. Foto: Reiner Züll

Auf der großen Showbühne, wo zwei Tage vorher die Profis zur Oldienacht aufgespielt hatten, wechselten sich mehrere Bands innerhalb des siebenstündigen Programms ab. Moderiert wurde das Showprogramm von dem Sänger und Entertainer Julian Heldt. Die Musikkapelle Kaller eröffnete die Veranstaltung mit einem einstündigen Konzert. Uwe Reetz und der Maus folgten die Nachwuchsband „TBRT“ und die Silver Trompets.

Die Dreiborger „Drums & Pipes“ hatten sich angesichts der sengenden Hitze Marscherleichterung zugesprochen und marschierten ohne Fellmützen und Uniformjacken ein. Erstmals trug der Senior und einziges noch aktives Mitglied der der Dreiborner Schotten, der fast 80jährige Arthur Steffens, die blaue Fahne, die der Engländer Jimmy Synclain über viele Jahre getragen hat. Willi Greuel wollte von Steffens wissen, wie es Synclain gehe und erfuhr, dass der kleine Brite demnächst seinen 106. Geburtstag feiert.

Kölsche Tön brachten die Lückenfüller auf die Bühne, während die kleine Hilfsgruppen-Sängerin Emely Sarah Conners Song „Wie schön du bist“ zum Besten gab. Gehörig ins Schwitzen geriet auch die Line-Dance-Gruppe „Silverado Dancers“ bevor die James Brass Band unter Leitung von Mike Bartsch einen furiosen Schlusspunkt unter eine sprichwörtlich heiße Veranstaltung setzte. Für das Kurz-Konzert in Urft hatte Bartsch Deutschlands die einzige professionelle Jazz-Trompeterin Susanne Riemer für einen Gastauftritt gewinnen können. (Reiner Züll)