Das 100.000 Euro Projekt startet

Das neue Familienhaus (Bild oben) am Eltern-Kind-Zentrum der Uni-Klinik Bonn geht der Fertigstellung entgegen – Die Hilfsgruppe Eifel sorgt mit dem Möbelhaus Brucker für die Inneneinrichtungen der 42 Zimmer – Förderkreis-Vorsitzender Lutz Hennemann: „Ein wunderbares Versprechen“

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Jan Hennemann freut sich auf die Fertigstellung des Familienhauses, das später von der von ihm geleiteten gemeinnützigen Familienhaus GmbH betreut wird. Foto: Bubenzer

Jan Hennemann freut sich auf die Fertigstellung des Familienhauses, das später von der von ihm geleiteten gemeinnützigen Familienhaus GmbH betreut wird. Foto: Bubenzer

Das als Y angelegte Familienhaus (hier ein Fotos im Dezember) steht kurz vor der Fertigstellung und wird nun in den nächsten Wochen mit Möbeln der Kaller Firma Brucker eingerichtet. Foto: Bubenzer

Kall – Einen Gutschein über 100.000 Euro für die Finanzierung der Inneneinrichtung des neuen Familienhauses am Eltern-Kind-Zentrum der Uniklinik in Bonn hatte die Hilfsgruppe Eifel im Juni vergangenen Jahres an den Förderkreis der Uni-Klinik übergeben. Verbunden mit dem Gutschein war die Auflage, die Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus Brucker in Kall zu realisieren, sobald der Neubau mit 42 Zimmern fertiggestellt ist. Inzwischen sind Vertreter des Möbelhauses zum Ausmessen der Räume in Bonn gewesen, umgekehrt haben Verantwortliche des Förderkreises im Kaller Möbelhaus entsprechendes Mobiliar ausgesucht.

Seit vielen Jahren unterstützt das Möbelhaus Brucker die Hilfsgruppe Eifel und auch die Kinderkrebsstation. So zum Beispiel fanden in den letzten Jahren anlässlich des Weihnachtsmarktes bei Brucker Wunschbaumaktionen zugunsten der Kinderstation statt.  Die zieht nun aus der Joachimstraße in Innenstadt in das neue Eltern-Kind-Zentrum am Venusberg, das deutschlandweit eines der modernsten medizinischen Zentren für Kinderheilkunde sein wird.

Durch den Umzug der Kinderkrebsstation in das neue Zentrum auf den Venusberg, entschied sich der Bonner „Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V.“, für das bisherig Elternhaus in der Innenstadt ein Ersatz in Nähe der neuen Klinik zu schaffen. Das neue Haus, in dem Eltern und Geschwister von krebskranken Kindern während deren Klinikaufenthalt wohnen können, steht direkt am Wald und nur einen Steinwurf vom Eltern-Kind-Zentrum entfernt. „Wir bieten den Familien bei einfühlsamer Betreuung und vielen Angeboten einen Platz zum Luftholen und Kraftschöpfen“, freut sich Lutz Hennemann, der Vorsitzende des Bonner Förderkreises auf das neue Haus, das mit Hilfe des Landes NRW und mit Spenden finanziert wird.

Bei der Oldienacht der Hilfsgruppe Eifel im Juni letzten Jahren wurde der 100.000 Euro-Gutschein für den Möbelkauf bei Brucker in Kall an den Förderkreis Bonn übergeben. Foto: Reiner Züll

Bei der Oldienacht der Hilfsgruppe Eifel im Juni letzten Jahren wurde der 100.000 Euro-Gutschein für den Möbelkauf bei Brucker in Kall an den Förderkreis Bonn übergeben. Foto: Reiner Züll

Die Übergabe des 100.000 Euro-Gutscheines und die Ankündigung, dass die Hilfsgruppe nun in Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus Brucker die Inneneinrichtung der 42 Zimmer mit 100.000 Euro unterstützen werde, bezeichnete Hennemann als „ein wunderbares Versprechen“.

Das neue Familienhaus liegt auf dem Gelände der Uniklinik auf dem Venusberg nur einen Steinwurf vom neuen Eltern-Kind-Zentrum entfernt. Visualisierung: Nickel & Partner

Das neue Familienhaus liegt auf dem Gelände der Uniklinik auf dem Venusberg nur einen Steinwurf vom neuen Eltern-Kind-Zentrum entfernt. Visualisierung: Nickel & Partner

Betreut wird das Familienhaus von der gemeinnützigen Familienhaus GmbH, die von Jan Hennemann geleitet wird. In dem Haus können künftig auch nicht nur Eltern von krebskranken Kindern wohnen, sondern auch von denen, die mit anderen schweren Erkrankungen im Eltern-Kind-Zentrum behandelt werden. Jan Hennemann: „Wenn die Eltern bei uns Kraft schöpfen können, wirkt sich das auch positiv auf die Betreuung ihrer Kinder aus“.

Der Vorsitzende des Bonner Förderkreises Lutz Hennemann (links), und Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel pflegen seit mehr als 25 Jahre eine fruchtbare Zusammenarbeit. Mit über einer Million Euro hat die Hilfsgruppe den Förderkreis bisher unterstützt. Foto: Reiner Züll

Noch sind die Handwerker im Rohbau des neuen Familienhauses beschäftigt. Der Förderkreis hofft, das neue Gebäude mit 42 Zimmern im Sommer dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben zu können. Foto: Bubenzer

Auch in der Zeit der Trauer stehe der Förderkreis den Familien zur Seite. Es werde Räume für Palliativberatung geben, um den Familien Trost und Halt zu spenden, deren Kind keine Hoffnung auf Heilung mehr hat oder die ihr geliebtes Kind bereits verloren haben. Hennemann: „Wir lassen niemanden allein“.

Zum Y-förmig angelegten Neubau gehört ein schöner Außenbereich mit Terrasse, Garten und Spielplatz, der den Familien einen Rückzugsort der besonderen Art bieten. Den Entwurf für das Familienhaus stammt von den Architekten des renommierten Architekturbüros Nickl & Partner aus München, die auf modernen Krankenhausbau und Gesundheits-Zentren spezialisiert sind. Sie sind auch die verantwortlichen Architekten, die das neue Eltern-Kind-Zentrum für die Universitätsklinik Bonn geplant haben und aktuell diesen Neubau begleiten.

Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel ist froh, dass der Neubau des Familienhauses bald fertig ist, und mit dem Einrichten der Zimmer begonnen werden kann. Die Räume sollen mit guten Möbeln ausgestattet werden, damit sich die Familien der kranken Kinder gerade in dieser schweren Zeit wohlfühlen.

So stellt sich der Planer die Einrichtung der 42 Zimmer vor. Experten der Firma Brucker waren schon in Bonn vor Ort, um die Räume zu vermessen. Möbel hat der Förderkreis sich in Kall schon ausgesucht. Visualisierung: Nickel & Partner

So stellt sich der Planer die Einrichtung der 42 Zimmer vor. Experten der Firma Brucker waren schon in Bonn vor Ort, um die Räume zu vermessen. Möbel hat der Förderkreis sich in Kall schon ausgesucht. Visualisierung: Nickel & Partner

Für die Hilfsgruppe sei die Aktion mit dem Möbelhaus Brucker die größte Einzel-Investition der Hilfsgruppe für den Bonner Förderkreis, den man in der nunmehr mehr als 25-jährigen Zusammenarbeit mit über einer Million Euro unterstützt habe. Bei der jetzigen Investition sei es der Hilfsgruppe wichtig gewesen, dass das Geld in der Eifel bleibe, zumal das Möbelhaus Brucker ein verlässliches Unternehmen sei, das die Hilfsgruppe seit ihrer Gründung im Jahr 1993 unterstütze.  (Reiner Züll)